Freitag, 13. August 2010

1-4-2 Atmung

1-4-2 ATMUNG

Dies ist eine Übung die ich selbst ein paar Mal die Woche anwende. Sie ist scheinbar so gesund, dass sie von Ärzten verschiedenster Fachgebiete empfohlen wird. Offenbar erfrischt diese Übung Zellen und Blut und reinigt das System von Schadstoffen. Eines der prominentesten Werber für diese Art Atmung ist der US-amerikanische Motivations- und Erfolgstrainer Anthony Robbins.

Resultate: Gesteigertes Energieniveau im Alltag. Erhöhte Leistungsfähigkeit. Erhöhte Wachheit. Verbesserte Konzentrationsfähigkeit. Gefühl von Entspannung.

Aktion: Ein- und ausatmen im 1-4-2 Rhythmus. Wenn du also beispielsweise 5 Sekunden lang einatmest, hältst du 20 Sekunden den Atem an und atmest dann 10 Sekunden aus. Anderes Beispiel: Während des Einatmens bis 7 zählen, während des Atem AnhaItens bis 28 zählen, während des Ausatmens bis 14 zählen. 5,6,7,8,9 sind die meist gebrauchten Zähler beim Einatmen. Wichtig ist, dass du so atmest, dass sich die Bauchdecke hebt, also eine tiefe, vollständige Bauchatmung. Beim Atem Anhalten hältst du den Atem eher mit dem Körper als mit Nase und Mund an, obwohl du natürlich beide Varianten ausprobieren kannst. Ausatmen geschieht möglichst langsam und gleichmäßig.
Wenn du Probleme bekommst, solltest du mit dem Atem-Rhythmus eine Stufe heruntergehen und später deine Leistung steigern. Diese Atmung wird mindestens 10 mal hintereinander getätigt um seine volle Wirkung zu entfalten. Ich persönlich mache 3 mal täglich 10 Atmungen.

Variationen: Vor dem Schlafengehen oder nach dem Aufwachen ist diese Atmung besonderes interessant. Wer am morgen Schwierigkeiten hat, sich frisch und wach zu fühlen, wird eine ganz besondere Herausforderung beim Versuch, diese Atmung zu praktizieren, erleben. Ziehst du sie jedoch trotzdem diszipliniert durch, wirst du dich wesentlich wacher und frischer fühlen.

Eine Variation, auf die ich nach einiger Zeit gekommen bin: Beim Einatmen und Luft Anhalten konzentriere ich mich auf einen Körperteil (z.B. linker Fuß), beim Ausatmen lasse ich die Konzentration darauf los (konzentriere ich mich auf nichts im Besonderen). So gehe ich jeden Körperteil durch. Dies führt bei mir persönlich zu einer außerordentlichen Leichtigkeit des Körpers.

Eine dritte Variante, auf die ich als Folge der zweiten Variante gekommen bin, besteht darin, irgendeinen Gedanken, eine Emotion, eine körperliche Beschwerde, eine wiederkehrende Sorge einzuatmen (d. h., mich beim Einatmen darauf zu konzentrieren), den Atem anzuhalten (d.h. die Sache fest zu halten) und beim Ausatmen davon loszulassen. Diese Variante empfehle ich erst, nachdem du Profi in dieser Atmung geworden bist, weil sie doppelte Konzentration erfordert. Das Prinzip, das ich hier verwende, ist: Du kannst nur von etwas loslassen, was du wirklich hast. Wenn du das nicht glaubst, dann betrachte ein Objekt in deiner Nähe. Kannst du davon loslassen? Nein. Aber nun gehe hin und halte das Objekt in deinen Händen. Nun kannst du auch davon loslassen. Lasse los! Ist der körperliche Druck oder was auch immer nach dem Loslassen immer noch da, dann verwende ich beim nächsten Atemzug das selbe Objekt der Konzentration; bis der Druck oder die Beschwerde verschwindet. Diese Variante fuhrt bei mir zu sehr angenehmen Entspannungszuständen.

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