Mittwoch, 13. Oktober 2010

SICH SELBST VERGESSEN

SICH SELBST VERGESSEN

Vieles in diesem Buch läuft darauf hinaus, etwas Bestimmtes mit deiner Aufmerksamkeit zu tun. Worauf und wie du deine eigene Konzentration und Aufmerksamkeit auf etwas richtest, hat eine Menge damit zu tun, wie du die Realität, das Leben, dich selbst und andere Menschen wahrnimmst.

Ich habe sehr viel über dieses Thema im „Avatar—Kurs" gelernt, das meines Erachtens beste Training zum Thema Bewusstsein, Realität & Wahrnehmung (www.avatartemp1e.de). Die folgende Übung basiert auf Erkenntnissen, die ich in diesem Kurs gemacht habe.

Ziel dieser Übung ist es, deine Aufmerksamkeit derart in etwas zu vertiefen, dass du dich selbst, Zeit, Raum und alles andere, was so ansteht, vergisst. Einen Geschmack von diesem Zustand erlebst du, wenn du ins Kino gehst, dich in ein Buch vertiefst oder etwas anschaust, was dich brennend interessiert oder in das du verliebt bist. Du bemerkst nicht mehr, was um dich herum passiert, und verlierst dich in der Sache.

Resultate: Bei Anwendung von weniger als 20 Minuten Entspannung, Wohlbefinden, Überwindung von Langeweile, Erschöpfung und Zerstreutheit, erhöhte Wachheit, erhöhte Fähigkeit zur Faszination. Bei Anwendung von mehr als einer Stunde sind Glückseligkeitsgefühle, Samadhi—Zustände (No—Mind—Zustände), Euphorie und das Gefühl grenzenloser Freiheit möglich.

Aktion: Zu Beginn übe lediglich, deine Aufmerksamkeit auf ein Objekt zu halten. Wenn deine Aufmerksamkeit abgelenkt wird, führe sie sanft wieder zum Objekt zurück. Wenn Anstrengung oder Langeweile auftritt, führe die Übung aus, bis beide überwunden sind (reduziere die Mühe, mit der du dich konzentrierst). Nun bleibe bei dem Objekt oder suche dir ein neues aus und vertiefe die Aufmerksamkeit in das Objekt, indem du es mit Interesse und Faszination untersuchst, als wäre es das einzige, was existiert. Bemerke Details am Objekt, die du bisher nicht bemerkt hast. Nimm Dinge am Objekt wahr, die du vielleicht noch nicht wahrgenommen hast. Hierbei ist ist es egal, um was für ein Objekt es sich handelt. Bei angeblich „langweiligen“ Objekten funktioniert die Übung auch, weil dein Etikett, das Objekt sei langweilig, mit der Dauer der Übung verschwindet. Versuche wenn möglich eher neutral, wertfrei oder interpretationsfrei zu bleiben (reines Beobachten/Untersuchen).

Suche dir nach einigen Minuten ein anderes, neues 0bjekt aus, an dem du die Übung fortsetzt. Mindestens zwanzig Minuten werden empfohlen.

Über diese Übung gäbe es wesentlich mehr zu sagen, als hier geschrieben steht. Vergegenwärtige dir zum Beispiel ein kleines Kind, das voller Faszination den Mond betrachtet. „Wow“, während es mit dem Zeigefinger hinzeigt. Und nun den Erwachsenen, dessen Sinne derart abgestumpft sind, dass ihn nichts mehr fasziniert. „Ja, schön. Ist halt der Mond. (gähn), Und das ist mein Auto, Und das ist meine Wohnung. Und das meine Familie(gähn)“.

Je abgestumpfter die Aufmerksamkeit ist, desto mehr Reize braucht es, um überhaupt noch Empfindungen (Energie) zu erzeugen. Trainierte Menschen und „Zauberer“ (im esoterischen Sinne) dagegen können von etwas „Langweiligem“ wie ein Telefonbuch „high“ werden.

Diese Übung führt dich langsam wieder in den ursprünglicheren Seinszustand zurück, in dem dein Verstand stiller und deine Faszination größer war. Du betrachtest nicht mehr Gedankenbilder (Vergangenheit und Zukunft), sondern das mysteriöse große JETZT, das wesentlich tiefer, weiter und tiefer ist, als du vielleicht momentan noch weißt. Es gibt etliche Dinge, die du nicht oder nicht mehr in dieser Welt bemerkst, weil du zu sehr beschäftigt bist.

Ich wünsche dir viele Erkenntnisse mit dieser ganz einfachen, unscheinbar zumutenden Übung.

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